Kommandant sagt Servus

25. Januar 2020
462 Einsatzstunden leistete die Winkelbrunner Wehr – Kerschbaum legt Amt nieder

Die Amtsniederlegung von Kommandant Johann Kerschbaum war eines der Hauptthemen bei der Dienstversammlung der Winkelbrunner Feuerwehr. 41 wahlberechtige Aktive Feuerwehrleute waren dazu erschienen. Somit ein Großteil der insgesamt 61 Aktiven.

Zunächst trug Kommandant Kerschbaum die Einsätze des Vorjahres vor. Insgesamt 26 Einsätze hatte die Winkelbrunner Wehr im vergangenen Jahr zu meistern. Drei Brände, 16 Technische Hilfeleistungen, drei Sicherheitswachen und ein Fehlalarm hielt das vergangene Jahr für die Feuerwehrler bereit. Damit die Wehrmänner- und frauen im Ernstfall schnell und wirksam Hilfe leisten können, haben sie sich bei 19 Übungen und zwei Schulungen für den Einsatz fit gemacht und dabei 466 Stunden Freizeit geopfert.

 

Obendrauf wurden noch 46 Personen bei Ausbildungen außerhalb der normalen Übungen 2019 ausgebildet. Dazu zählen Grundlehrgang, FU-Führungsunterstützung, Leistungsabzeichen, Brandschutzcontainer, Fahrsicherheitstraining, Atemschutzgrundlehrgang und der Atemschutzleistungsbewerb.
Kerschbaum blickt zurück. Bereits vor einem Jahr hatte Johann Kerschbaum angekündigt, dass er sein Amt ablegen wolle. Eine Entscheidung, die zwar allgemein bedauert, andererseits aber respektiert wurde. Nach dem offiziellen Bericht ließ der scheidende Kommandant die letzten zwölf Jahre Revue passieren.

Sie kommen: Die neuen Kommandanten Andreas Jankenschläger (links, 2. Kommandant) sowie 1. Kommandant Markus Fuchs.
Sie kommen: Die neuen Kommandanten Andreas Jankenschläger (links, 2. Kommandant) sowie 1. Kommandant Markus Fuchs.

Große Aufgaben wurden in dieser Zeit gemeistert. 2009 der Landesjugendfeuerwehrtag mit 30 Jugendmannschaften, 2010 die Anschaffung einer neuen TS10/10, 2013 Jahrhunderthochwasser in Passau, 2015 Austausch der Atemschutzgeräte, 2016 Hochwasserkatastrophe in Simbach, Umbau vom alten Feuerwehrhaus nach UVV Vorgaben und Kauf von einem neuen MTW. 2017 gab es die erste 24-Stunden-Übung für die Jugendfeuerwehr und im September die Einweihung vom MTW. 2018 wurde eine CTIF-Gruppe für den Internationalen Wettbewerb gegründet und mit dieser hat er seither an vier Wettkämpfen teilgenommen, im Oktober die 125-Jahrfeier mit allen Feuerwehrmitgliedern. Im vergangenen Jahr wurde dann der Geräteschuppen am Parkplatz gebaut. 15 Jugendliche sind in dieser Zeit der Wehr beigetreten und 13 Feuerwehrler in die aktive Mannschaft übernommen worden. 78 mal wurden in dieser Zeit aktive Feuerwehrler auf Schulungen im Landkreis geschickt.

Die Einsatz- und Übungsstatistik zeugt auch von einer sehr aktiven und gut ausgebildeten Gruppe, die Kerschbaum nun übergibt. Seit 2008 gab es 246 Einsätze, davon 37 Brände, 153 THL, 28 Sicherheitswachen, 7 Fehlalarme und 23 Brandschutzerziehungen. Insgesamt 4188 Einsatzstunden sind in dieser Zeitspange zu verbuchen. Dazu kommen noch 4615 Übungsstunden, die bei 217 Übungen und 27 Schulungen geleistet wurden. Er bedankte sich bei allen Unterstützern und ist froh darüber, dass in den zwölf Jahren keine größeren Unfälle waren.
Abschied wegen beruflicher NeuausrichtungIn der Abschiedsrede merkte man, dass es Kerschbaum nicht leicht fällt, diese lange Zeit jetzt enden zu lassen. Aber seine berufliche Neuausrichtung lasse dieses aufwendige Amt nicht länger zu. Sehr gerührt und mit den Worten "Ich bin stolz eine sehr gute und aktive Wehr weitergeben zu dürfen. Danke für die schöne Zeit", beendete Johann Kerschbaum seinen Bericht. Er erhielt langanhaltenden Applaus.

Kreisbrandinspektor Jürgen Binder zeichnete Kerschbaum mit dem silbernen Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes aus. In Binders Laudatio wurde der Werdegang von der Jugendfeuerwehr bis zum 1. Kommandant aufgezeigt.
Jugendwartin listet Aktivitäten aufIn ihrem Jahresbericht stellte die Jugendwartin Doris Pauli die zahlreichen Aktivitäten vor, mit denen sie die Jugendmannschaft 2019 auf den aktiven Feuerwehrdienst vorbereitet hat. 27 Übungen und sechs Schulungen absolvierte die Jugendgruppe im vergangenen Jahr. Außerdem nahmen sie wieder mit zwei Gruppen am Bundeswettbewerb teil. Im Kreisentscheid wurde der 1. Platz, im Bezirksentscheid der 3. Platz und im Landesentscheid der 6. Platz erreicht. Außerdem fand eine 24-Stunden-Übung statt, bei der die Jugendlichen auf den Feuerwehralltag vorbereitet wurden.

Fünf Jugendliche konnten letztes Jahr wieder in die aktive Mannschaft überführt werden. Aber auch im sozialen Bereich engagierte sich der Nachwuchs wieder, wie bei der Umweltsäuberungsaktion "Freyung räumt auf" und bauten einen Wagen für den Freyunger Faschingsumzug.

NEUWAHLEN Bei der Neuwahl der Kommandaten fungierten Dr. Olaf Heinrich und Anton Grünzinger als Wahlleiter. Als 1. Kommandant wurde der bisherige 2. Kommandant Markus Fuchs von seinem Vorgänger vorgeschlagen. Bei der geheimen Wahl war die deutliche Zustimmung zu sehen. Als 2. Kommandant schlug der Neugewählte auch gleich seinen Wunschkandidaten Andreas Jankenschläger vor. Auch diesem wurde das volle Vertrauen in der geheimen Wahl zugesprochen.

Vervollständigt wird die Aktive Führungsmannschaft dann noch durch die Gerätewarte Josef Mini, Ludwig Duschl und Simon Fuchs und die Atemschutzwarte Alois Kaspar und Maximilian Häckl, deren Posten durch die Mannschaft per Handzeichen bestätigt wurden. Somit ist die Führung der aktiven Mannschaft in Winkelbrunn für die nächsten sechs Jahre wieder festgelegt.